Logopädie Elbtal

Coswig - Weinböhla - Meißen

 Praxis für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen   

Zulassung alle Krankenkassen und privat

 

U. Janßen, Dipl.-Sprach- und Stimmheilpädagogin

 

Mitglied im Bundesverband der Akademischen Sprachtherapeuten (dbs)

    

 

                        

  

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Störungen der Sprache bei Muskelerkrankungen

Dysarthrie
Eine Dysarthrie tritt auf, wenn die Verarbeitung des Sprechens im Gehirn gestört ist, z.B. nach einem Schlaganfall, einem Unfall oder durch neurologische Erkrankungen wie Parkinson. Die Symptome können eine verwaschene und undeutliche Aussprache, eine Veränderung der Stimmqualität (Lautstärke, Sprechmelodie, Sprechtempo), Störungen des Sprechrhythmus und der Dynamik sowie ein offenes Näseln sein. Auch die Sprechatmung kann beeinträchtigt sein. Je nach Schweregrad des Dy-sarthrie-Syndroms können noch Lippen-, Zungen-, Gaumensegel- und Kehlkopfbewegungsstörungen hinzukommen. Diese können auch zu Ess- und Schluckstörungen führen.


Therapie
Eine frühzeitige logopädische Behandlung ist sehr wichtig, um mit dem Betroffenen möglichst rasch nach der Erkrankung wieder die normalen Sprechbewegungen zu trainieren. So können sich auffällige Artikulationsbewegungen nicht verfestigen.

Notwendige Schritte zur Einleitung einer Therapie

 

 Dysarthrie und Dysarthrophonie (Informationsbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik)  (Acrobat Reader notwendig)


 
Fazialisparese
Eine Schädigung des Gesichtsnervs (Nervus facialis) führt zu Lähmungen oder Bewegungsbeeinträchtigungen der Stirn, Lid- und Lippenmuskulatur. Je nach Ausprägung sind bestimmte Bewegungen im Gesichtsbereich nicht oder nur bedingt möglich. So kann z.B. die Stirn nicht mehr gerunzelt werden. Das Auge kann betroffen sein und nicht oder nur unvollständig geöffnet werden. Der Mundwinkel kann tiefer stehen und geöffnet sein und kann nicht hochgezogen werden. Störungen im Mundbereich können auch die Aussprache beeinträchtigen. So kann ein /b/ mitunter wie /w/ klingen, das /p/ geht in /f/ über, /m/ wird durch /n/ ersetzt. Aber auch das Essen und Trinken kann erschwert sein. Beim Kauen bleiben Speisereste in der betroffenen Mundhälfte liegen, beim Trinken läuft Flüssigkeit aus dem gelähmten Mundwinkel.


Therapie
Durch eine logopädische Behandlung können die Nervenfunktionen und damit die Beweglichkeit der einzelnen Gesichtsbereiche gebessert oder normalisiert werden, ebenso die Aussprache, der Mundschluss und die Zungenbeweglichkeit.

Notwendige Schritte zur Einleitung einer Therapie

Multiple Sklerose
Es handelt sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die eine allmähliche Auflösung der Markscheiden zur Folge hat. Bei dieser Erkrankung kommt zu Bewegungsstörungen und zu Sprechstörungen. Die Symptome sind: abgehackte, stoßweise Sprechweise, monoton und mit wenig Betonungen, zittrige Stimme (nur bei Beginn des Sprechens, im Gegensatz zu Parkinson), Tonhaltedauer verkürzt, Ermüdung beim Sprechen. Weitere Symptome: Aphasie, Dysarthrie (im Verlauf der Krankheit kommt es täglich mehrmals zu anfallsartigen Lähmungserscheinungen der Lippen-, Schlund- und Kehlkopfmuskulatur). Schluck- und Essstörungen können die Folge sein.


Therapie
Eine Artikulationstherapie sowie eine Therapie zur Verbesserung der Atmung und der Stimmgebung sind sinnvoll, wobei die Besonderheiten der Krankheit berücksichtigt werden müssen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium sind eine Schluck- und Esstherapie und gegebenenfalls eine Aphasietherapie erforderlich.

Notwendige Schritte zur Einleitung einer Therapie

 

 Dysarthrie und Dysarthrophonie (Informationsbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik)  (Acrobat Reader notwendig)


Parkinson-Syndrom
Ursache sind Zelluntergänge in einer speziellen Hirnregion in den Basalganglien. Allgemeine Symptome sind: Bewegungsarmut, Erhöhung des Muskeltonus (besonders bei Bewegungen), Intentionstremor (Zittern direkt vor und während der Ausführung einer Bewegung). Die Kraft ist gemindert.
Sprechen: Verwaschene und undeutliche Artikulation infolge mangelnder Bewegung der Lippen und des Unterkiefers, leises und gleichförmiges Sprechen, offenes Näseln im Wechsel mit geschlossenem Näseln, die Artikulationsbewegungen nehmen während des Sprechens ab und werden immer schwä-cher. Die Gesichtsmimik nimmt ebenfalls ab bis hin zur Amimie.
Stimme: Die Beweglichkeit der Stimmlippen ist erschwert oder nur teilweise möglich (rasches Auseinanderweichen, jedoch nur langsame Annäherung), Der Tremor (Zittern) der Stimmlippen ist sehr unterschiedlich: permanent, wiederkehrend/ immer wieder auftretend oder fehlend. Der Tremor kann gleichzeitig Epiglottis, Zunge und Gaumensegel befallen. Die Stimmgebung ist nur verkürzt möglich, die Stimme wird beim Sprechen immer leiser. Später kann es auch zu Schluck- und Essstörungen kommen.
Atmung: Koordinationsstörungen der Atembewegungen. Dadurch ist das Zusammenspiel der Atem-, Stimmgebungs- und Artikulationsmuskulatur gestört.


Therapie
Eine Artikulationstherapie sowie eine Therapie zur Verbesserung der Atmung und der Stimmgebung sind sinnvoll, wobei die Besonderheiten der Krankheit berücksichtigt werden müssen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist eine Schluck- und Esstherapie erforderlich.

Notwendige Schritte zur Einleitung einer Therapie

 

 Dysarthrie und Dysarthrophonie (Informationsbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik)  (Acrobat Reader notwendig)


Myasthenia gravis
Infolge einer Störung der Übertragung der Signale vom Nerv auf den Muskel kommt es zu Störungen bestimmter Bereiche der Muskulatur. Die Symptome sind Sprech- und Schluckstörungen, Doppeltsehen, Herabhängen des Oberlides, offenes Näseln. Nach muskulärer Belastung werden die Symptome immer schlimmer. Die Artikulation wird beim Sprechen undeutlicher, die Stimme wird leiser und monotoner bis zur Unverständlichkeit.


Therapie
Durch eine logopädische Therapie können die Funktionen der Sprech- und Schluckmuskulatur sowie der umliegenden Muskulatur sehr gut trainiert und verbessert werden.

Notwendige Schritte zur Einleitung einer Therapie